Wollen wir beweisen, dass wir es besser können?

Wege in die Zukunft werden allerorten beschworen und gesucht. Im Kern der Versuch, eine Gegenwart unter düsterem Himmel einzutauschen gegen rosigere Zeiten. Völlig legitim.
Im Wettbewerb mit anderen Wirtschaftsregionen besser abschneiden zu wollen, ist allerdings noch keine Vision, die Kräfte freisetzen könnte. Es ist nur eine ökonomische und politische Reaktion – aus der Defensive heraus. Die Defensive ist jedoch nicht der Ort von Drive und Fantasie.

Lassen wir die (wollen wir sagen: vertrackte?) Visionsfrage außen vor und beschränken uns auf das Operative – alles andere erscheint als Überforderung der Systeme. 

Eine Gesellschaft auf dem Sofa

Beim Blick auf die Performance kommt das Schlagwort Mindset ins Spiel. Veränderungen in der Einstellung sollen es richten und uns mit der nötigen Angriffslust versehen. Was nicht ganz einfach ist in einer Gesellschaft, die es sich auf allerlei Arten von Sofas bequem gemacht hat.

Mit dem Narrativ einer uns auszehrenden und überfordernden Gegenwart, die sich nurmehr durch fortlaufende Selbstbelohnung und wachsenden Komfort erträglich gestalten lässt, haben wir uns in eine Sackgasse manövriert und manövrieren lassen – unintelligent, nicht im geringsten wach und alles andere als vorausschauend.
Was unserer Fähigkeit, Fehlentwicklungen rechtzeitig zu begegnen, nicht das beste Zeugnis ausstellt. Und unserer Kompetenz in Sachen Zukunftsgestaltung auch nicht. Wollen wir beweisen … that we can do better? Das wäre übrigens schon der Ansatz einer Vision. 

Der kurze Einstieg zum langen Abschied

Das bis hierher Gesagte ist der kurze Einstieg zum langen Abschied. Die Zukunft beeinflussen zu wollen, das bedeutet unter den Bedingungen einer verwirrenden und verworrenen Gegenwart unter anderem: Abschied zu nehmen. Das betrifft jeden Einzelnen wie auch die Gesellschaft in Ganze.

Ein Aspekt sei herausgegriffen: Wir sollten uns verabschieden von der appellativen Republik. Einer Gesellschaftsform, die sich nurmehr aus Aufrufen und gegenseitigen Aufforderungen speist.
Wir sind von Appellen umfangen und das Tragische ist, dass der Appell als Beitrag zur Problemlösung verstanden wird. Was er mitnichten ist. Aufrufe sind ein denkbar schwaches Instrument in Situationen erforderlicher Veränderung.
Im Grunde sogar ein schädliches.

Denn Appelle sind kein Dialog. Ein Kardinalproblem. Sie sollten daher, die Überspitzung sei erlaubt, verboten werden. Zumindest bis auf Weiteres. 

Das ganze Bild sehen

Strats & Sparks hat an der Zukunftskonferenz 2026 von automotiveland. nrw in Remscheid teilgenommen und diese Mitwirkung als bereichernd empfunden. Sauber vorbereitete Anlässe wie dieser im Bergischen Land sind unser Home Turf.
Wir sind mit Leidenschaft dabei, wenn die Zukunft verhandelt wird. Um im Dialog mit Unternehmen, Wirtschaftsförderern und Experten aus Hochschulen und Universitäten dafür zu werben, das ganze Bild zu sehen – bevor es ans Eingemachte geht.

Zum Eingemachten gehört unser Denkansatz „New Speed“ zum Umgang mit Beschleunigung und Tempo in Betrieben und Organisationen.